Eröffnungsgäste: Erwin Pröll und Carl Djerassi
© NLK Boltz
Landesmuseum. Bis 13. April 2009: ”Egon Schiele - Das Werden eines Künstlers”.
Das Land Niederösterreich besitzt 45 Werke von Egon Schiele (ein Blatt ist vorne und hinten bezeichnet) aus der Zeit zwischen 1904 und 1908. Sein Frühwerk, Kinder-, Jugend-, Akademiezeichnungen und erste Meisterwerke. Manche deutlich vom väterlichen Freund Klimt und vom Jugendstil beeinflusst, das Schlüsselwerk „Madonna“ bereits mit den für Schiele so signifikant verkrampften Händen. Erstmals sind sie geschlossen in einer Ausstellung zu sehen.
Rasanter Reifungsprozess
Am 14. November bat das Landesmuseum nun zur hochkarätigen Vernissage: „Um den rasanten Reifungsprozess des Künstlers zu beleuchten, den ich als van Gogh Niederösterreichs bezeichnen möchte“, so Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums in St. Pölten und Kurator der Schau. „Beide haben innerhalb eins Jahrzehnts ihr Hauptwerk geschaffen, beide sind früh gestorben. Schiele, mit 28 Jahren.“
Klar, dass Schiele, gebürtiger Tullner mit Weltstarstatus, die Crème de la Crème der Kunst- und Wirtschaftswelt nach St. Pölten brachte, umso mehr, da Landshauptmann Erwin Pröll eröffnete.
„Vater der Pille”
MUMOK-Direktor Edelbert Köb, MQ-Manager Wolfgang Waldner oder Gerbert Frodl, der als (ehemaliger) Direktor der Österreichischen Galerie das erste Schiele-Porträt angekauft hat, wollten sich das Ereignis ebenso wenig entgehen lassen wie Carl Djerassi, der auf Einladung von Carl Aigner nach St. Pölten kam.
Djerassis Heimkehr in die Alpenrepublik hat mit Niederösterreich begonnen, wo die opulente Paul-Klee-Sammlung des Vaters der „Pille“ 2002 in der Kunsthalle Krems gezeigt wurde. Gefeiert wurde beim Figl, dem rustikal gehobenen Gasthaus in Ratzersdorf.
Von Ro Raftl









