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Lieblingswerke in Grafenegg

Lieblingswerke in Grafenegg

Im Schlosspark von Grafenegg wurde der prachtvolle, moderne Wolkenturm für das Musikfestival erbaut.
© Natur im Garten/Alexander Haiden

Das Musikfestival Grafenegg bietet ab 23. August hochkarätige Orchestermusik und Rundumerlebnis für jedermann.

„Wir haben fünf Jahre hinter uns und zweifelsohne eine vielversprechende Zukunft“ – Rudolf Buchbinder hat als künstlerischer Leiter des Musikfestivals Grafenegg leicht lachen. Seit 2007 steigen Anzahl der Konzerte und Besucher stetig, die Abende im modernen Wolkenturm inmitten des Schlossparks oder im akustisch nach neuesten Erkenntnissen errichteten Auditorium lockten im ersten halben Jahrzehnt des Festivalbetriebs fast 140.000 Menschen.

Internationale Spitzen

Am 23. August geht es für 2012 mit dem Musikfestival los, dem noch bis 18. August der Musiksommer vorangestellt ist. Haydns „Schöpfung“ wird von Mojca Erdmann, Ian Bostridge und dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter Andres Orozco-Estrada präsentiert. Darauf folgen bis 9. September 13 Abendkonzerte und sieben weitere. Buchbinders Konzept dafür ist so einfach wie anspruchsvoll: „Der Faden, der sich durchzieht, sind Orchesterkonzerte der internationalen Spitzenklangkörper“.

So hat der Intendant heuer die Staatskapelle Dresden, das London Philharmonic Orchestra, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, The Cleveland Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig und das London Symphony Orchestra verpflichten können. Erstmals in Grafenegg auftreten werden unter anderen die Dirigenten Christian Thielemann, Philippe Herreweghe, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Chailly und Michael Tilson Thomas. Thomas Hampson wird einen Liederabend geben. Composer in Residence ist James MacMillan, der sieben Werke aufführen wird: „Wir konnten das Konzept des dirigierenden Composer in Residence durchziehen, er soll immer mehr in das Festival integriert werden“, sagt Buchbinder.

Lieblingsstücke

All seinen Gästen hat Buchbinder kein Thema oder Motto vorgeschrieben, stattdessen ersucht er sie, ihre Lieblingswerke zu spielen – und tut dies auch selbst: „Ich habe viele Lieblingswerke, dadurch kann ich noch lange spielen, was ich mag, aber mit Dvoraks Klavierquintett und Schuberts Forellenquintett erfülle ich mir einen besonderen Wunsch“. Diese beiden Werke wird Buchbinder am 25. August mit Solisten der Wiener Philharmoniker aufführen, zudem wird es einen Überraschungsgast geben.

Ein besonderes Anliegen ist es Buchbinder, ein niederschwelliges Festival zu sein: „Wir wurden belächelt, aber wir haben bewiesen, dass es machbar ist, höchste Qualität für alle leistbar anzubieten – die Preise liegen zwischen 7 und 119 Euro. Das hat sich bewährt.“

In der Region rund um Grafenegg sei das Festival mittlerweile identitätsstiftend, freut sich der Intendant: „Das ist unabdingbar, wenn es lange bestehen soll“. Auch an der Hotelsituation werde stetig gearbeitet. Zudem findet Buchbinder: „Um zu zeigen, was wir mit Genussregion meinen, ist Grafenegg wie geschaffen“. Rund um das Konzerterlebnis bietet man Picknicks und Essen in Mörwalds Taverne an, auch eine Vinothegg mit Weinen aus der Region gibt es.

Theresa Steininger


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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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