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Popfest nun im Juli

Popfest nun im Juli

Attwenger spielen bei der Eröffnung am 26.7.
© Gerald von Foris

Das Popfest Wien ist in den Juli gewandert und bietet Konzerte von Kreisky, Attwenger, Nino aus Wien und von Newcomern wie Sixtus Preiss und pop:sch. Von 26. bis 29. Juli geht am und rund um den Karlsplatz die Post ab.

Popmusikfreunde gegen Musikvereinsfreunde: Weil sich „die physikalische Beschaffenheit von Bassfrequenzen und die Nähe des Musikvereinssaals auf die Dauer als schlicht unvereinbar entpuppten“, so Kurator Robert Rotifer, findet das 3. Popfest Wien nach Mai-Terminen in den Vorjahren erstmals im Juli statt und bietet 47 Veranstaltungen bei freiem Eintritt. Unverändert bleibt das Ziel, der heimischen Pop-Szene eine Bühne zu bieten und diese in ihrer ganzen Vielfalt zu präsentieren. „Wir streunen diesmal weiter denn je zuvor jenseits des angloamerikanischen Popbegriffs und zwar in alle Himmelsrichtungen zugleich“, sagt Rotifer. „Das Festival zeigt, wie vielfältig die heimische Musikszene ist“, freut sich auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der als Schirmherr fungiert.

Genregrößen und Newcomer

Schon die Eröffnung bietet mit Indie-Rock von The Beth Edges, Mundart-Mantra von Attwenger und Folklore-Pop von Fatima Spar einen Vorgeschmack auf die Bandbreite des Festivals. Große Namen wie Kreisky, Das Trojanische Pferd, Der Nino aus Wien und 5/8erl in Ehr´n treten im Zuge der vier Tage ebenso auf wie zahlreiche Newcomer. „Die Hauptaufgabe des Popfests liegt natürlich immer noch darin, neuen bzw. noch ungehörten, spannenden Acts eine Plattform zu geben“, sagt Rotifer und weist auf Sixtus Preiss, pop:sch und Eloui hin.

Wortschwall und Geheimtipps

Neben dem Konzerten auf der „Seebühne“ vor der Karlskirche wird es solche im Wien Museum, wo u.a. Ernst Molden auftritt, der TU, die Bernhard Eder und A Thousand Fuegos eine Bühne bietet, und dem brut, wo es mit Welle Wien und Anbuley wilder zugeht, geben. Erstmals ist auch der ost-klub dabei. Diskussionen im project space der Kunsthalle Wien lenken das Augenmerk auf Problem-Themen der Branche, so spricht man etwa darüber, wie man im schrumpfenden Musikgeschäft überleben kann und welche Funktion der Tonträger im digitalen Zeitalter hat. „Diese ironisch `Wortschwall` genannten Talk-Veranstaltungen finden alternierend mit kleinen Live-Showcases statt, echten musikalischen Geheimtipps“, so Rotifer.

Keine Routine

Im kommenden Jahr gibt es eine weitere Änderung: Rotifer wird nicht mehr als Kurator fungieren, man wolle der Routine einen Riegel vorschieben, indem man jährlich andere Kuratoren einsetzt, „Wiederholung trägt die Gefahr der Institutionalisierung in sich“, sagt Rotifer selbst.  Dagegen, dass Besucherzahlen jenen des Vorjahres – 50.000 – ähneln, wird aber niemand etwas haben.

Theresa Steininger


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  • Popfest Wien 26. bis 29. Juli 2012, Karlsplatz, Wien Museum u.a.

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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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