Das Akkordeonfestival bringt zum 13. Mal Spannung mit Druck und Zug.
Das Niveau auf einem Toplevel zu haben, aber keinen Mainstream zu machen – das sei das Credo, nach dem Friedl Preisl nun bereits zum 13. Mal das Akkordeonfestival plane, sagt er k2. Die Wahl der Künstler entscheide er „aus dem Bauch heraus“, wobei er bekannte und unbekannte, auch „ganz schräge“ Künstler gleichermaßen vorkommen lasse, „um so Spannung aufzubauen“. Nach dem Frankreich-Schwerpunkt im Vorjahr widmet er sich nun Italien. So wird bei der zweiten Eröffnungsgala, die der traditionellen ersten mit Wiens Oberakkordeonisten Otto Lechner folgt, Riccardo Tesi mit seiner Banditaliana auftreten. Das Akkordeonfestival steht aber auch für länderbezogene wie stilistische Vielfalt: Klezele aus Frankreich werden dabei sein und Klezmermusik spielen, das finnische Duo Lepistö & Lehti, die US-amerikanische Künstlerin Rosie Ledet und die Sterzinger Experience finden sich im Programm. Unter den Altbekannten sind der junge Aufsteiger Paul Schubert und Dobrek Bistro. Tradition haben die vom Akkordeon begleiteten Stummfilmaufführungen sowie der Magic Afternoon für Kinder im Dschungel Wien.
„Das Programm muss fließen, es darf nicht zweimal das Gleiche vorkommen“, sagt Preisl. Ein Festival, in dem nur ein Genre aus nur einem Land gespielt würde, „wäre so einfach, aber ich konnte Schubladisierung nie leiden. Ich will Vermischung auf höchstem Niveau.“ Denn die Faszination des Instruments Akkordeon mache ja aus, „dass es überall und in jedem Genre vorkommt und überall anders klingt“.
Theresa Steininger









