Niederosterreich | Musik

Grafenegg-Ausklang

» English

Grafenegg-Ausklang

Vladimir Ashkenazy dirigiert das Sydney Symphony Orchestra am 4. September im Wolkenturm.
© Keith Sanders

Das heurige Musik-Fest Grafenegg neigt sich dem Ende zu. Wir präsentieren die Ausklang-Konzerte mit Daniele Gatti, Vladimir Ashkenazy, Hélène Grimaud, Cristóbal Halffter, Lise de la Salle, Kent Nagano, Nikolai Lugansky, Michael Gielen, Christiane Oelze, Jörg Widmann, Nikolaus Harnoncourt und Lang Lang.

3. 9., 19 Uhr, Wolkenturm
Orchestre National de France unter Daniele Gatti
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5 cis-moll
Sowohl das Orchestre National de France als auch sein Chefdirigent Daniele Gatti dürfen sich rühmen, zu den renommiertesten Proponenten der europäischen Musikszene zu zählen. Der italienische Meisterdirigent, der die Nachfolge von Franz Welser-Möst in Zürich angetreten hat, präsentiert sich in Grafenegg als Interpret von Gustav Mahlers fünfter Symphonie, die nicht zuletzt durch ihr Adagietto weltberühmt wurde. Ein subtiles Denkmal setzte der Filmregisseur Luchino Visconti diesem Werk, als er es in seinem Leinwandepos «Der Tod in Venedig» so treffend einsetzte.    

4. 9., 19 Uhr, Wolkenturm
Sydney Symphony Orchestra unter Vladimir Ashkenazy
Hélène Grimaud, Klavier
Antonín Dvorák: «Karneval» Ouvertüre A-Dur op. 92
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester G-Dur
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: «Manfred» Symphonie h-moll op. 58
Hélène Grimauds Weltruhm als Klaviervirtuosin beruht zum einen natürlich auf ihren hervorragenden musikalischen Fähigkeiten, zum anderen tritt die gebürtige Französin in unermüdlichem Einsatz für soziale Projekte ein. Auf keinem Gebiet scheut sie die Herausforderung. Der «Weg ins Herz eines Stückes verlangt hundertprozentigen Einsatz, intellektuell, emotional, psychologisch», gab sie sich in einem Interview überzeugt. Mit Vladimir Ashkenazy, der seine Karriere als einer der größten Pianisten des 20. Jahrhunderts begann, hat Hélène Grimaud am Dirigentenpult einen einfühlsamen Partner. Als herausragendes und in Europa nur selten gehörtes Orchester ist das Sydney Symphony Orchestra zu Gast, das seine Heimat in einem der berühmtesten Opernhäuser der Welt hat.

5. 9., 19 Uhr, Auditorium
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter Cristóbal Halffter
Lise de la Salle, Klavier

Manuel de Falla: Drei Tänze (2. Teil) aus dem Ballett «El sombrero de tres picos» | «Der Dreispitz»
Cristóbal Halffter: «Ritual», Uraufführung, Auftragswerk des Musik-Festivals Grafenegg
Manuel de Falla: «Noches en los jardines de España» | «Nächte in spanischen Gärten» Symphonische Impressionen für Klavier und Orchester
Ralph Vaughan Williams: Fantasia über ein Thema von Thomas Tallis
Cristóbal Halffter: «Tiento del primer tono y batalla imperial» für großes Orchester
Cristóbal Halffter, Composer in Residence in Grafenegg und einer der wichtigsten spanischen Komponisten der Gegenwart, feiert 2010 seinen 80. Geburtstag. Beim Konzert unter seiner Leitung kombiniert er die Uraufführung des Auftragswerks des Musik-Festivals Grafenegg mit Musik von Manuel de Falla, Ralph Vaughan Williams und eigenen Kompositionen. Die junge Klaviervirtuosin Lise de la Salle, die seit ihrem sensationellen Debüt in Avignon das Publikum im Sturm erobert hat, ist für Cristóbal Halffter eine ebenso gute musikalische Partnerin wie das Tonkünstler-Orchester.

10. 9., 19 Uhr, Auditorium
Bayerisches Staatsorchester München unter Kent Nagano
Nikolai Lugansky, Klavier

Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 54
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 7 E-Dur
Wenn ausgewiesene Meisterinterpreten romantischer Musik zusammentreffen, bleibt nur zu hoffen, dass auch die passenden Werke auf dem Programm stehen. Dieser Wunsch ist mit Schumanns Klavierkonzert und Bruckners Symphonie Nr. 7 mehr als erfüllt. Die wunderbaren Stücke werden vom Bayerischen Staatsorchester München unter seinem Chefdirigenten Kent Nagano und dem russischen Tastenmagier Nikolai Lugansky interpretiert, dessen atemberaubende Technik ihm die Möglichkeit gibt, seine Interpretationen sehr frei und stets authentisch zu gestalten.

11. 9., 19 Uhr, Auditorium
NDR Sinfonieorchester unter Michael Gielen
Christiane Oelze, Sopran
Jörg Widmann, Klarinette

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts duftig-vergnügtem Klarinettenkonzert stimmt Jörg Widmann als Solist auf einen prächtigen Konzertabend mit dem NDR Sinfonieorchester aus Hamburg und Michael Gielen ein. In der zweiten Hälfte des Programms folgt mit Gustav Mahlers vierter Symphonie ein Schlüsselwerk der ausgehenden Romantik. Vom Komponisten selbst als «symphonische Humoreske» bezeichnet, hören wir weniger den herzhaften Schalk als die bittersüße Ironie, die so vielen Werken Mahlers innewohnt. Als Solistin ist die deutsche Sopranistin Christiane Oelze zu hören.
Bitte beachten Sie die Besetzungsänderung: An Stelle des ursprünglich angekündigten Christoph von Dohnányi wird dieses Konzert von Micheal Gielen dirigiert. Wir bitten um Verständnis.

12. 9., 19 Uhr, Auditorium
Wiener Philharmoniker unter Nikolaus Harnoncourt
Lang Lang, Klavier

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92
Jeder von ihnen würde auch für sich alleine völlig überzeugen: Die Wiener Philharmoniker – Österreichs Musikbotschafter in der Welt, Nikolaus Harnoncourt – einer der außergewöhnlichsten Dirigenten unserer Zeit und Lang Lang – Tastenzauberer von Weltrang. Als zeitloser Vermittler zwischen ihnen allen fungiert Ludwig van Beethoven mit seinem Erstlingswerk für Klavier und Orchester und seiner siebenten Symphonie. Das Aufeinandertreffen zum letzten Vorhang des Musik-Festivals 2010 in Grafenegg verspricht eine spannende Begegnung auf allerhöchstem Niveau.

Von Werner Schuster


Bookmarken bei:

  • Hinzufügen zu Del.icio.us .
  • Hinzufügen zu digg .
  • Hinzufügen zu Facebook .
  • Hinzufügen zu Google Bookmarks .
  • Hinzufügen zu Technorati .
  • Hinzufügen zu Mister Wong .



k2 Podcast

Juni 2011 (1): JazzFest Wien

Partner

  • Kultur Niederösterreich
  • Raiffeisen
  • Wien Kultur