Was wäre Holland ohne Windmühlen?
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Das Kremser Haus der Regionen stellt im September niederländische Musik in zwei spannenden Musikabenden vor, ein Diavortrag bringt die holländischen Städte und die Blumenkultur ins Waldviertel.
Die Niederlande sind bekannt für milden Käse, guten Fußball und geschmacklose Tomaten. Als Reiseziel stehen sie – abgesehen von einigen Städten – eher nicht auf dem Programm. Es sei denn, man hat eine Vorliebe für Holzpantinen und Windmühlen. Blickt man allerdings hinter diese Klischees, so eröffnet sich eine spannende und weitgehend unbekannte Kulturwelt. Als Volk von Händlern und Seefahrern kamen die Niederländer schon sehr früh in Kontakt mit anderen Kulturen. Einflüsse aus der englischen, französischen und deutschen Volksmusik waren die Folge.
Der niederländische Holzschuhtanz etwa ist eine Mischung aus französischem Contredanse und walisischem „clog dansing“. Eine reiche Liedtradition erzählt vom niederländischen Freiheitskampf gegen die Habsburger, vom moralischen Leben und von sozialer Kritik. Instrumentale Besonderheit neben Akkordeon, Gitarre, Dudelsack und Cister, einem Lauteninstrument, ist der Brummtopf. Bei diesem trommelähnlichen Instrument entsteht durch Reibung ein brummendes Geräusch, das der Musik eine ganz eigene Note verleiht. Auf flämischen Genrebildern aus der frühen Neuzeit ist der Brummtopfspieler ein beliebtes Motiv.
Von Pia Kruckenhauser









