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Imago Dei 2010

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Imago Dei 2010

Heinrich Schiff interüretiert am 20. 3. drei Suiten für Violoncello Solo von J. S. Bach.
© Imago Dei

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Imago Dei 2010

Am 26.3. wird Christoph Cech seine Totentanz-Fragmente mit dem Janus-Ensemble, Solisten und einem Sprech- und Brüllchor (SchülerInnen des BORG Krems sowie jugendliche Flüchtlinge aus dem Integrationshaus Wien) im Klangraum Krems uraufführen.
© Imago Dei

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Das Festival IMAGO DEI. Musik zur Osterzeit spiegelt die vielgestaltigen Möglichkeiten, mit denen der Mensch – ungeachtet aller konfessionellen, spirituellen und kulturellen Unterschiede – dieser lichtfrohen Zeit begegnet.

Das Erwachen der Natur nach den dunklen Wintermonaten wurde zu allen Zeiten und in allen Kulturen besonders festlich begangen und hat eine Vielzahl an Symbolen, Riten und Mythen hervorgebracht, innerhalb des christlichen Kirchenjahres ist es die Zeit des Osterfestkreises, des feierlichen Gedenkens an den Opfertod und die Auferstehung Jesu Christi und somit die Zeit des bedeutendsten sakralen Zyklus.

Imago Dei initiiert in der Karwoche und an den Wochenenden davor einen sinnlich-geistigen Diskurs zur diesen Themen mit einer höchst unterschiedlich arbeitenden Künstlerschar: Konzerte mit alter und zeitgenössischer Musik, Tanz- , Literatur- und Performanceprojekte - zum Teil Auftragswerke - geben spannende Einblicke in die Vielfalt der lebensbejahenden Ostervisionen.

Es werde Licht

In der Karzeit herrscht Dunkelheit: Das Dunkel des Leids und des Todes Jesu, das Dunkel des verhüllten Kreuzes, das Dunkel der zugeklappten Altäre. Das Osterfeuer entzündet in der Nacht der Auferstehung neues Leben. Das Licht im Menschen ist für alle Religionen gleichbedeutend mit dem Göttlichen. In „Imago Dei“ erklingt auch der Wandel der Bedeutung von Dunkelheit und Licht in unserer Zeit.

Licht herrscht jetzt Tag UND Nacht. Im permanenten Licht entfernen sich die Menschen immer mehr von den natürlichen Zyklen von Helligkeit und Dunkelheit. Bei „Imago Dei“ 2010 geht die Schwere der Nacht in die Fröhlichkeit des Lichts über, die Litanei der Stundengesänge bringt den Rhythmus von Tag und Nacht zurück, auf Notturno und Totentanz folgen Auferstehung und spirituelles Feuer.

Das Programm

•    Den Auftakt des Festivals machen am  5. und  6. 3. zwei Abende mit Schwerpunkt Musik aus dem Zentralasiatischen Raum (Kombiticket für beide Abende erhältlich!) u.a. mit der Uraufführung des Stückes "Schwere der Nacht /  tyn salmagy" der kasachischen Komponistin Jamilia Jazylbekova, sowie traditioneller und zeitgenössischer MUSIK  AUS KASACHSTAN, RUMÄNIEN UND RUSSLAND.
•    Das KOEHNE QUARTETT zählt zu den überragenden Interpreten zeitgenössischer Musik und wird eine Woche später (12. 3.) unter dem Titel LICHTZWANG u.a. mit Stücken von Schostakovich und Berio bei Imago Dei zu Gast sein.
•    Am 20. 3. dann ein Konzert von  HEINRICH SCHIFF, der drei der berühmten Suiten für VIOLONCELLO SOLO von J. S. BACH interpretieren  wird.
•    Am 26. 3. wird Christoph Cech seine TOTENTANZ-FRAGMENTE (Textmontage/Klangcollage) mit dem Janus-Ensemble, Solisten und einem Sprech- und Brüllchor (SchülerInnen des BORG Krems sowie jugendliche Flüchtlinge aus dem Integrationshaus Wien) im Klangraum Krems uraufführen.
•    Am Palmsonntag  (28. 3.) leitet der Abend  unter dem Titel SONNE, MOND UND STERNE (mit Renald Deppe, Anna Hauf, Wolfgang Mitterer, Markus Kupferblum, Wachauer Pestbläser u.a.) mit Songlines in ungewöhnlichen Besetzungen und Bearbeitungen das Programm der Karwoche ein,
•    Das  renommierte italienische Vokalensemble  ODEHECATON (bestehend aus 4 Countertenören, 5 Tenören und 2 Bässen) wird am Gründonnerstag 1. 4.  u.a. Gesualdo-Responsorien in der Minoritenkirche zum Erklingen bringen.
•    STUNDENGESÄNGEN AUS DEM MORGEN- UND ABENDLAND - Werner Durand, Maria Jonas und Amelia Cuni werden am Karfreitag Ragas im Dhrupadstil und Kompositionen von Hildegard von Bingen (2. 4.) aufführen.
•    Am Ostermontag (5. 4.) beschließt JORDI SAVALL mit seinem legendären Ensemble HESPERION XXI und  Musik aus dem 9.-16.Jh zum Thema Lux Feminae Imago Dei  2010.

Von Werner Schuster


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