OHO. Bei den Burgenländischen Filmtagen „Borderline zone08” sind heuer Werke von Murnberger, Grossman & Rosdy, Wagner und Lotjanu zu sehen.
Bei den Burgenländischen Filmtagen „Borderline zone08” wird am Samstag, 29. November, um 19 Uhr „Der schwarze Löwe” gezeigt (Regie: Wolfgang Murnberger) gezeigt: Der SV Heidfeld steht vor dem sportlichen Aus. Die drei nigerianischen Asylwerber Lionel, Benjamin und Sam sollen Rettung bringen. Tatsächlich schießen die Kicker aus Afrika Tore und leben sich prächtig in Heidfeld ein ...
Danach ist „The Port of Last Resort – Zuflucht in Shanghai” (Regie: Joan Grossman & Paul Rosdy) zu sehen: Dieser Film lässt die ehemalige Welt der ca. 20.000 Juden wiedererstehen, die zwischen 1938 und 1941 nach Shanghai flüchteten, als letzte und einzige Zufluchtsmöglichkeit vor den Nazis. Shanghai war damals ein Freihafen – für die Einreise benötigte man weder ein Visum noch einen Pass.
Am Sonntag steht ab 11 Uhr zuerst „Die Roma-Schauer” (Regie: Peter Wagner) auf dem Programm: Was sich zunächst als harmlose Reise einer etwa 20köpfigen Gruppe zu einem als folkloristisch angekündigten Roma-Festival in der zentralbulgarischen Stadt Sliven anleiert, wird zu einer Grenzerfahrung gesellschaftlicher Realität und eigener Betroffenheit.
Anschließend gibt es ein Kurzfilmprogramm mit Filmen von burgenländischen FilmemacherInnen, und zum Abschluss „Ein Zigeunerlager zieht in den Himmel” (Regie: Emil Lotjanu). Dies ist neben „Federnsammler” und „Time of the Gypsies” einer der drei großen, opulenten Filme über das Leben der Roma: Mit aller Farbenpracht und Sinnenlust stellt die Fabel vom Pferdedieb Sabor und seiner Geliebten Rada subversive Qualitäten zur Schau, die zur Zeit der Entstehung des Films Mitte der 70er Jahre in den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang eigentlich undenkbar waren.
Am Sonntag ist im Eintrittpreis von 11 Euro (Vorverkauf 8 Euro) ein Mittagsgulasch (auch vegetarisch) inkludiert.
Von Werner Schuster









