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Literatur im Nebel

Literatur im Nebel

Ljudmila Ulitzkaja
© Annette Pohnert/Carl Hanser Verlag

Literatur im Nebel lädt am 19. und 20. Oktober dazu ein, das Werk von Ljudmila Ulitzkaja genauer kennen zu lernen.

Dunkler und kälter wird’s, die Teetassen und Kuscheldecken werden gezückt – und die Bücher! Dazu passend präsentiert Literatur im Nebel Mitte Oktober in Heidenreichstein das Oeuvre eines Autors oder einer Autorin, bei der Ausgabe 2012 steht die russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja im Mittelpunkt. Nach Salman Rushdie, Amos Oz, Jorge Semprun, Margaret Atwood, Hans Magnus Enzensberger und Nuruddin Farah ist sie der siebente Stargast in der Margithalle Heidenreichstein. Ihr schriftstellerisches Werk, das sich oft um russische Akademiker und Künstler, vor allem um Frauen, die aus Familienkonstellationen nicht entkommen, dreht, steht am 19. und 20. Oktober im Zentrum zahlreicher Veranstaltungen.

So wird „Sonetschka“, das Buch über eine Frau, die ihrem Mann, einem älteren Intellektuellen in die Verbannung folgt, das Ulitzkaja weltweit bekannt gemacht hat, von der Burgschauspielerin Elisabeth Orth gelesen. Ihre Kollegin Caroline Peters präsentiert „Stalins Tod“. Markus Hinterhäuser und Alina Levshin lesen aus „Ein fröhliches Begräbnis“, auch „Ein langes, langes Leben“ und der erst 2006 erschienene Roman „Daniel Stein“ werden präsentiert, unter den Lesenden sind mit Sabine Gruber und Milena Michiko Flasar zwei junge, österreichische Autorinnen. Zum Abschluss stellt Ljudmila Ulitzkaja gemeinsam mit Peter Matic ihren erst kürzlich erschienenen Roman „Das grüne Zelt“  über drei Freunde, die in der Sowjetunion zu Dissidenten werden, vor. Besser kennen lernen kann man die Autorin auch durch Gespräche mit der langjährigen ORF-Korrespondentin Susanne Scholl und mit Olga Grjasnowa sowie durch Vorträge.

Ulitzkaja wuchs in Moskau auf und arbeitete als Genetikerin und Dramaturgin, bevor sie als Autorin Fuß fassen konnte, was ihr durch einen Umweg über Frankreich gelang. Für „Sonetschka“ erhielt sie den Prix Medicis, für „Reise in den siebenten Himmel“ den „Russischen Booker Prize“. Ihre Werke, die sich aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit auch oft mit Wissenschaft und Grenzen der Forschung auseinandersetzen, wurden in 17 Sprachen übersetzt.

Theresa Steininger


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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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