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Kunstmuseum Danubiana

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© Danubiana

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Es liegt auf einer Insel inmitten der Donau, hart an der ungarischen Grenze und einen Steinwurf von Bratislava entfernt – das Danubiana, ein Kunstmuseum der besonderen Art.

Bratislava gehört in den letzten Jahren zu den beliebtesten Ausflugszielen der Ostösterreicher. Man besichtigt die kleine, malerische Altstadt, genießt in der Vorweihnachtszeit Ursprüngliches auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und entdeckt reizvolle Architektur der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert und aus den 1920er-Jahren. Eine neue Promenade an der Donau rund um die neue Oper lädt besonders in der schönen Jahreszeit zum Bummeln ein und die Opernbesuche begeistern Musikfreunde. 

Seit dem Jahr 2000 gibt es auch ein lohnendes Ziel für Freunde moderner bildender Kunst, das noch viel zu wenig bekannt ist – das Danubiana. Der Industrielle und Kunstsammler Gerard H. Meulensteen verwirklichte sich seinen Traum und schuf sich für seine Sammlung ein eigenes Museum, das sich zu einem wichtigen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst des östlichen Mitteleuropa profilierte, in dem nicht nur slowakische Künstlerinnen und Künstler ein ideales Präsentationsforum für ihre Werke fanden und finden. Die Architektur des von Architekt Peter Žalman entworfenen Museumsgebäudes ist von einem Schiff, das inmitten der Donau schwimmt, inspiriert und die Lage auf einer Insel inmitten der Donau, verdeutlicht dies umso mehr. Rund um das Museum lädt ein Skulpturenpark zu einem genussvollen Inselrundgang inmitten der Donau umgeben von Kunst, ein.

Privatsammler mit Ambitionen

Gerard Meulensteens umfangreiche Sammlung bildender Kunst, die in den letzten 25 Jahren entstand, gehört zu den repräsentativsten in Europa. Werke bedeutender Künstler von Weltrang, wie Sam Francis, Karel Appel, Wallace Ting, Christo, Magdalena Abakanowicz, Arman, Pierre Alechinsky, ergänzte er durch eine Kollektion slowakischer Künstler, unter denen beispielsweise Jozef Jankovič, Rudolf Fila, Peter Pollág, Milan Lukáč vertreten sind. Einige der Arbeiten sind zu sehen, wenn nicht das gesamte Haus von Wechselausstellungen bespielt wird.

Danube Biennale

Seit 2009 bietet das Danubiana mit seiner Danube Biennale jungen Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Österreich, der Slowakei, Ungarn, Serbien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine und Moldawien eine Präsentationsplattform für ihre neuesten Werke. Ziel der Biennale ist es, vor allem den slowakischen Künstlern und dem einheimischen Publikum die Möglichkeit zum Einblick und Vergleich mit den aktuellen Kunstströmungen im östlichen Mittel- und in Zentraleuropa zu geben. Während der Recherche für den Artikel war die Auswahl aus den Werken für die zweite Danube Biennale, die vom 11. Dezember 2011 bis 26. Februar 2012 stattfindet, noch in vollem Gang – einen Kunstausflug nach Bratislava lohnt das Danubiana auf jeden Fall. Wer schon zuvor in die slowakische Hauptstadt reist, kann noch bis 4. Dezember eine Werkschau des 2009 verstorbenen Prager Architekten Jan Kaplický sehen. Er entwarf unter anderem die Nationalbibliothek in Prag sowie das Kongresszentrum und die Konzerthalle in Budweis.

Von Alfred Stalzer


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