Wien | Musik | Bühne

Elisabeth ist zurück

Elisabeth ist zurück

Annemieke Van Dam und Mark Seibert.
© Lukas Beck/VBW

„Elisabeth“ - ein Welterfolg - kehrt heim: 20 Jahre nach seiner Uraufführung 1992 hat das Erfolgsmusical in einer Jubiläumsfassung am 5. September im Raimund Theater Premiere.

Wie die Zeit vergeht! „Elisabeth“ war für den Librettisten Michael Kunze das erste eigene „DramaMusical“. Sylvester Levay schrieb die Musik. Harry Kupfer war der Regisseur der Welturaufführung im September 1992. Die „wahre" Geschichte der „Sisi“ wollten sie erzählen und das in den Filmen geprägte kitschig-romantische Bild der Monarchin korrigieren. Ihr Leben am Wiener Hof, das wie ein Märchen beginnt, entwickelt sich schnell zum Drama voller Entbehrungen und Machtkämpfe. „Elisabeth" ist auch die dramatische Geschichte einer modernen Kaiserin, die sich gegen die höfischen Zwänge auflehnt und dabei scheitert ...

Erfolgreichstes original-deutschsprachiges Musical

Das Konzept hat Erfolg: Seit Mitte der 90er-Jahre ist „Elisabeth" als erster Musicalexport der VBW auch international ein Hit. „In den letzten 19 Jahren verging kaum ein Tag, an dem ,Elisabeth' nicht irgendwo in der Welt auf dem Spielplan stand“, sagt Kunze. Und Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke, zu dessen Konzern die Wiener Musical-Bühnen gehören, pflichtet bei: „Musicals wie Elisabeth erfolgreich in alle Welt zu exportieren, ist gleich in doppelter Hinsicht für uns wichtig: Einerseits geht es um die Imagepflege für Wien als Stadt der Kunst und Kultur, von der Wien als Tourismusdestination enorm profitiert. Andererseits sind die mit den Musicalexporten verbundenen Einnahmen eine wichtige wirtschaftliche Säule der VBW geworden. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass die VBW regelmäßig in neue qualitativ hochwertige Shows investieren können". Mit bisher weltweit 8,5 Millionen Besuchern in elf Ländern, 3,2 Millionen allein in Japan, ist „Elisabeth“ das erfolgreichste original-deutschsprachige Musical. Das Erfolgsgeheimnis? Kupfer: „Eine gute Story ohne Kitsch, hochemotionale Musik und eine ganz direkte Wirkung auf die Menschen“. „Dabei war die Idee, gerade kein Weltstück zu schreiben“, so Kunze. „Wir wollten etwas für Wien - und nur für Wien.“ Doch die Geschichte dieser merkwürdigen, unglücklichen Frau habe quer durch die Kulturkreise für Identifikation gesorgt.

20. Geburtstag

Nach mehr als 6.500 Vorstellungen in elf Ländern und ist der Klassiker zu seinem 20. Geburtstag ab 5. September wieder in Wien im Raimund Theater zu sehen - mit der 29-jährigen Niederländerin Annemieke van Dam in der Titelrolle. Und was wäre das Musical ohne den charismatischen Tod, der Elisabeth schließlich doch auf seine Seite ziehen kann? Den verkörpert in Wien Mark Seibert, Elisabeths Mörder Luigi Lucheni wird von Kurosch Abbasi gespielt. Originalregisseur Harry Kupfer ist ebenso wieder dabei wie auch der Bühnenbildner Hans Schavernoch. Die Kostüme gestaltet Designer Yan Tax.

Nonnen

Im Ronacher singen und tanzen noch bis 31. Dezember die Nonnen in „Sister Act“. Dann wird das Haus in der Seilerstätte „Natürlich Blond“: Die deutschsprachige Erstaufführung des Broadway-Musicals („Legally Blonde“) wird im Februar 2013 Premiere haben. Die schnelle, rasante Komödie mit unglaublichem Wortwitz über eine kalifornische Superblondine in Harvard soll ein Jahr lang gespielt werden. „Natürlich Blond“ ist für VBW-Musical-Intendant Christian Struppeck mit seiner heutigen Geschichte um die Blondine Elle Woods ein guter Gegenpol zu „Elisabeth“: „Sehr filmisch, mit zeitgemäßer Musik und Choreographie.“

Wolfram Payerl


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  • Raimund Theater "Elisabeth": ab 5. September 2012, täglich außer Montag

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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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