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Serafins Abschied von Mörbisch

Serafins Abschied von Mörbisch

Alexandra Reinprecht, Harald Serafin und Daniela Fally
© Seefestspiele Mörbisch

Mörbisch verabschiedet sich von Langzeitintendant Harald Serafin mit „Die Fledermaus“. Premiere ist am 12. Juli, man spielt die Johann-Strauß-Operette bis 25. August auf der Seebühne.

„Champagner hats verschuldet, tralalalalalala“ wird er selbst zum Abschluss singen. Harald Serafin bringt in seiner letzten Saison als Intendant der Seefestspiele Mörbisch die Johann-Strauß-Operette „Die Fledermaus“ heraus. Das 1874 uraufgeführte Werk mit Ohrwürmern wie „Trinke Liebchen, trinke schnell“ und „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“ nennt er „die Königin der Operette“. Das Stück ist bereits zum dritten Mal in der Geschichte der Seefestspiele zu sehen, es gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Vertreter der Goldenen Operettenära.

Gefängnisdirektor und Lebemann

Wenn Serafin nach 20 Jahren Intendanz sein Engagement in Mörbisch beendet, mit dem er zum Operettenkaiser der Nation wurde, lässt er es sich auch nicht nehmen, selbst eine Rolle zu verkörpern, er mimt den Gefängnisdirektor Falke, hinter dessen Gitter der Lebemann Eisenstein gesteckt werden soll. Vorher amüsiert sich dieser aber – ohne das Wissen seiner Gattin – noch auf dem Fest des Prinzen Orlowsky, wo er ebendieser in Verkleidung den Hof macht. Seine Wege kreuzen sich auch mit jenen des Gefängnisdirektors und jenen seiner Zofe Adele ... bis er am nächsten Tag dann doch hinter Gittern weilt, die vom Gefängniswärter Frosch bewacht werden.

Staatsopern-Sänger

Helmuth Lohner konnte für diese große Komödiantenrolle gewonnen werden, er führt auch Regie. Unter den Sängern sind zahlreiche, die sich an der Wiener Staatsoper einen Namen gemacht haben, Alexandra Reinprecht singt Rosalinde, Daniela Fally Adele, Zoraya Kushpler schlüpft in die Hosenrolle des Orlowsky. Als Eisenstein ist Herbert Lippert zu sehen. Kurz vor Ende der Ära Serafin wird der Seebühne Mörbisch, die durch ihre pompöse Ausstattung stets zum weiteren Hauptdarsteller wurde, eine neue Gestalterin verpasst, Amra Bergman-Buchbinder wurde mit Bühnenbild und Kostümen beauftragt, die sie, wie man hört, weniger effektheischend gestaltet.

Nach dem 25. August heißt es für Harald Serafin dann Abschied nehmen von seinem sprichwörtlich „wunderbaren“ „Mekka der Operette“, Dagmar Schellenberger, als Sängerin bekannt, wird seine Nachfolge 2013 antreten.

Theresa Steininger


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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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