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Die spinnen in der Volksoper ... die Römer

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Die spinnen in der Volksoper ... die Römer

Robert Meyer (Pseudolus) (hinten), Paul Schweinester (Hero) und Bettina Mönch (Philia) (vorne)
© Rita Newman/Volksoper

Die Musical-Farce „Die spinnen, die Römer“ wird am 17. Dezember erstmals an der Volksoper gezeigt.

Toll trieben es die alten Römer: auch das ein - sehr bezeichnender - Titel jener Farce, die Stephen Sondheim nach der wahnwitzigen Story von Burt Shevelove und Larry Gelbart 1962 herausbrachte und die ihm, der bis dahin vor allem als Textdichter von „West Side Story“ in Erscheinung getreten war, einen neuen, ja den bis dato größten Erfolg bescherte. Die auf Plautus 21 Komödien basierende Handlung, „die straffste, am klügsten erzählte und am elegantesten geschriebene Farce, die mir je begegnet ist, ganz im Geiste von Feydeau und Moliere“, so Sondheim, dreht sich um den lüsternen Senex, seine Frau Domina, ein Name, der eine weitere Beschreibung entbehrlich macht, deren Sohn Hero, der sich in die vermeintliche Kurtisane Philia verliebt hat, und - als Dreh- und Angelpunkt der verrückten Verwechslungsgeschichte - den Sklaven Pseudolus, der seine Freiheit erlangen möchte und dafür Hero helfen will, Philia zu gewinnen. In ebendiese Rolle des aberwitzigen Dieners schlüpft Volksoper-Direktor Robert Meyer persönlich – ein guter Grund dafür, das Stück erstmals an seinem Haus zu präsentieren. „Wir haben ein Stück gesucht, das ohne Chor und Ballett auskommt, das wir mit unserem Direktor in der Hauptrolle herausbringen können, das aber auch ohne ihn funktioniert. Ich hatte Sondheims "Römer" schon lange im Kopf, 1992/93 habe ich diese überdrehte Komödie selbst einmal gespielt“, sagt Dramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz, der anno dazumal im Graumanntheater mit Michael Niavarani agierte.

Tür-Auf-Tür-Zu-Spezialist Sobotka

Mit der Rolle des Pseudolus hat sich Meyer nach eigener Aussage „viel aufgehalst, ich habe viel zu singen, tanze in einer unglaublichen Geschwindigkeit ... ich zittere davor“, sagt er im Gespräch mit k2. In der Art und Weise der Screwball Comedy inszeniert Werner Sobotka, der in Wien zuletzt „Singin in the Rain“ und „Manche mögens heiß“ in den Kammerspielen herausgebracht hat und der erstmals an der Volksoper arbeitet. „Er ist ein begabter Hund“, sagt Meyer zu k2. „Das Stück lebt von einem Affentempo“, für das Sobotka sich als Spezialist bewiesen hat. „Er ist der Tür-Auf-Tür-Zu-Spezialist", so Wagner-Trenkwitz.

Hauser statt Meyer im Mai

Da „Die spinnen die Römer“, das im Original übrigens „A Funny Thing happened on the way to the forum“ - eine Anspielung auf den Beginn zahlreicher jüdischer Witze – heißt, auch während des Volksopern-Gastspiels in Japan im Mai in Wien zu sehen sein wird, gibt es eine Zweitbesetzung für Meyer – eine interessante: „Sie werden verwirrt sein, aber das ist kein Druckfehler, sondern eine etwas wahnwitzige Besetzung“, sagt Meyer im Pressegespräch. Sigrid Hauser wird ihn ersetzen. „Sobotka hatte diese großartige Idee. Die Rolle wurde ja auch schon von Zero Mostel und von Whoopie Goldberg gespielt.“ Hauser jedenfalls hat schon „Römer“-Erfahrung, spielte sie doch in der erwähnten Fassung des Graumanntheaters von 1992 die Philia, die jungfräuliche Rolle, die jetzt von Bettina Mönch, bekannt als sexy Ula in „the Producers“, übernommen wird. Herbert Steinböck, Dagmar Hellberg, Boris Pfeifer, Gernot Kranner und weitere mehr garantieren professionellen Komödienspaß. Am Pult steht Daniel Levi.

Theresa Steininger

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