Wien | Bühne

Fortsetzung der Familientragödie

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Fortsetzung der Familientragödie

Der tote Vater verfolgt den einst missbrauchten Sohn weiter: "Das Begräbnis" mit Michael König und Martin Wuttke.
© Georg Soulek/Burgtheater

Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann konnte den dänischen Regisseur Thomas Vinterberg für eine Fortsetzung seines Welterfolgs "Das Fest" gewinnen. "Das Begräbnis" hat am 6. März seine Uraufführung.

Ein Sohn, der seinen Vater bei der großen 60er-Feier beschuldigt, ihn und seine Schwester vergewaltigt zu haben. Die Fassade einer Familie, die darauf hin zusammen bricht. Lange Ungesagtes, das endlich ausgesprochen wird. Mit dem Film „Das Fest“ gelang dem Dänen Thomas Vinterberg ein großer Erfolg, der Auszeichnungen in Cannes (Spezialpreis der Jury) und Los Angeles und Adaptionen an zahlreichen Bühnen nach sich zog, hierzulande zuletzt sehr beklemmend-beeindruckend mit Erwin Steinhauer und Bernhard Schir im Theater an der Josefstadt.

Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann hat Vinterberg nun gewinnen können, eine Fortsetzung von „Das Fest“ zu kreieren, die Uraufführung findet am 6. März im Burgtheater statt. In „Das Begräbnis“ kommen Mutter und Kinder nach dem Tod des im „Fest“ gestürzten Familienoberhauptes zusammen, ein Spuk stellt alle auf die Probe, familiäre Konflikte brechen erneut auf. Ein Stoff, den Vinterberg schon seit 10 Jahren mit sich herumträgt, wie er der schwedischen Zeitung Svenska Dagbladet sagte. Ihn nun als Drama zu verwirklichen soll direkte Vergleiche mit dem Film „Das Fest“ unterbinden, so der Autor und Regisseur.

"Mann von großem Kunstverstand"

Michael König spielt am Burgtheater den verstorbenen Patriarchen, Corinna Kirchhoff seine Frau, Martin Wuttke Enthüller-Sohn Christian, Christiane von Poelnitz und Oliver Stokowski seine Geschwister. Vinterberg hat (gemeinsam mit Co-Autor Mogens Rukov) nicht nur erstmals ein Stück speziell für das Theater geschrieben, er führt auch selbst Regie.

„Das Stück ist großartig geworden“, schwärmte Matthias Hartmann kürzlich bei einer Pressekonferenz. „Vinterberg ist ein Mann von großem Kunstverstand, er hat den Film am Theater weiterspinnen wollen. Ich war selten so neugierig auf eine Aufführung.“

Theresa Steininger


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