Der „Brandner“ flößt er dem „Boanl“ Hochprozentiges ein. © Güssinger Kultursommer
In der Burg Güssing wird heuer ab 26. Juni „Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben“ gespielt.
Die Sage vom Brandner Kaspar wurde im Jahr 1871 vom bayrischen Schriftsteller Franz von Kobell aufgeschrieben und 1975 von dessen Ur-Ur-Neffen, dem TV-Regisseur Kurt Wilhelm, für das Bayerische Staatsschauspiel München dramatisiert und mit sensationellem Erfolg aufgeführt. Sie erzählt vom 72-jährigen Schlitzohr „Brandner“, dem eines Tages der Tod, der „Boanlkramer“, einen Besuch abstattet um ihn ins Paradies mitzunehmen. Aber der „Brandner“ ist dazu längst noch nicht bereit. Daher flößt er dem „Boanl“ zuerst Hochprozentiges ein, um ihn darauf beim Kartenspiel, bei dem es um einen Aufschub von weiteren 18 Lebensjahren geht, zu übertölpeln. Dieses Husarenstück bleibt schließlich auch im Himmel nicht unentdeckt und der pflichtvergessene „Boanl“ muss zu Petrus zum Rapport. – In Güssing spielt Kurt Resetarits den Brandner Kaspar in einer Inszenierung von Frank Hoffmann.








