The Artists Formerly Known As Affordable
schuster, 2010-07-02 11:45
Habe ich irgendetwas versäumt? Ich meine, ich weiß schon, dass alles teurer wird (1 Bier – 3,40), aber dass ich etwa für ein Alice-Cooper-Konzert 45 Euro hinblättern hätte sollen (11.8., Wien), hat mir doch die Sprache verschlagen.
Kurz darauf habe ich mich schlau gemacht, ob Konzerte jetzt allgemein unverschämt teuer sind oder nicht. – Ja und nein.
Leonard Cohen ist mit 87–109 (28.7., Graz) nicht gerade günstig zu haben, für Pink (8.7., Linz) werden „bloß“ 64 € verlangt, für Prince schon wieder zwischen 85 und 136 (13.7., Wien)!!!
Zeig deiner Tochter den (hoffentlich) guten alten TAFKAP (The Artist Formerly Known As Prince) und nimmt deine Frau auch noch mit, und blättere mindestens 255 hin – auf den schlechteren Plätzen. (Da ist es dann allerdings auch schon egal, dass das Bier in der Stadthalle wahrscheinlich nicht 3,40 kostet.)
Geht’s günstiger auch? Nunja, das ganze Frequency-Festival (20.–21.8., St. Pölten) gibt‘s um schlanke 132 €. Jello Biafra (4.7., Wien) ist eigentlich spottbillig zu haben (17,60), Faith & The Muse (22.8., Wien) ebenfalls.
Und zwischen jenseits und diesseits liegen etwa John Fogerty (13.8., Wien) und Randy Crawford (4.7., Burg Clam ) mit 50 €, aber das ist mir eigentlich auch schon zu teuer.
Und die Frage ist ja: Ist Prince fünf bis acht Mal so viel wert wie Jello Biafra und John Foggerty nur drei Mal? Oder: Brauchen die einen (respektive deren Manager, Lebensabschnittpartner, Banken und Fitnesstrainer) mehr Geld als die anderen? Oder wird hier ausgetestet, wie weit man gehen kann, und demnächst zahlst du für Molden/Resetarits/Soyka (10.7., Wien) nicht mehr knapp 20 €, sondern mindestens das Zweieinhalbfache?
Und werden gleichzeitig auch die Bierpreise erhöht?
Werner Schuster
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