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Einer der besten Tenöre unserer Zeit

steininger, 2011-11-30 15:05

Joseph Calleja sang im Wiener Konzerthaus.

Gut, der Abend kam im Rahmen der Serie "Great Voices" zustande, wodurch man sich höchste Qualität erwarten kann. Aber eine so runde Stimme wie jene von Joseph Calleja zu erleben, war dann doch etwas ganz Besonderes. Sein lyrisches Timbre wärmte den Zuhörer förmlich von innen. Üppig das Organ, weich, füllig, auch in der Höhe nicht gepresst - wie Joseph Calleja bekannte Arien wie "E lucevan le stelle", aber auch unbekanntere Stücke wie "Io conosco un giardino" aus "Maristella" mit unglaublich viel Gefühl für Dosierung, mit gemeisterten Übergängen, mit gekonnten Vibrati zum Besten gab, war eine Sternstunde der Gesangskunst, bei der seine Partnerin Alyson Cambridge bei weitem nicht mithalten konnte und sich auch noch Anspruchsvolles wie "Addio del passato" wählte.

Dass er keine Berührungsängste mit Populärliteratur hat, zeigte Calleja mit der Zugabe "O sole mio" und "Non ti scordar di me", mit "E lucevan le stelle" erfreute er gleich ein zweites Mal. Ein wunderbarer, mit hochkarätiger Musik erfüllender Abend.

Im Rahmen von Great Voices folgen Mojca Erdman, Rolando Villazon und Diana Damrau.

Theresa Steininger



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