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Effektvolle Breakdance-Show

steininger, 09.01.2010 11:59

"Bounce - Insane in the brain" ist eine teils eindrucksvolle, teils inhomogene, jedenfalls vielseitige Tanz-Umsetzung von "Einer flog übers Kuckucksnest" - sie ist bis 17. Jänner im Museumsquartier zu sehen und bringt viel Power und Körpereinsatz.

Mit einem Knall und psychedelischer Musik beginnt der Street-Dance-Abend. Ein starker Eindruck gleich am Anfang: Weiße Masken und Kostüme tanzen Hip Hop vor schwarzem Hintergrund. Dann ein Bruch: Bei einer Sitzung in der psychiatrischen Anstalt steigt man in die Geschichte von "Einer flog übers Kuckucksnest" ein, die als loser Rahmen für die Aufführung dient, jedoch durchaus auch Szenen bedingt, die zu den schwachen des Abends gerechnet werden müssen: Bei der Medikamentenausgabe gibt es auch Rutschsocken, die für ein Ballett-Exercise angezogen werden, das den Drill der Anstalt vermitteln soll. Eine Darstellerin muss oft mit herunter gelassener Hose tanzen, weil sie nur von 11 bis 1 aufs Klo gehen darf. All das wirkt etwas aufgesetzt, der wohl angestrebte Witz kommt nicht rüber, selbst wenn die Charakterisierung der einzelnen Figuren gut ist: Die Kindische hüpft aufgedreht herum, der Patient im Rollstuhl wird mit einer guten Krückennummer eingebunden, der Stotterer stottert auch im Tanz.

Viel wirkungsvoller und vom Publikum klar mit mehr Applaus bedacht werden hingegen von Rebellion und aufgestauter Wut geprägte Szenen wie jene im Schlafsaal, wenn Betten zu Trampolins werden und auf die Körperbeherrschung, Kraft und Koordinationsfähigkeit der Tänzer gesetzt wird. Lichteffekte bringen hier zusätzlich Tempo. Zahlreiche Ideen - wie jene, dass mit Leuchtfäden auf die Körper der Tänzer gemalte Frauenkörper tanzen, oder jene, dass drei Tänzer an elastischen Bändern eine senkrechte Wand auf und ab laufen und tanzen - bringen starke Effekte. Witzig wiederum ein mit den Darstellern gedrehtes, eingespieltes Video im Stil der Slapstick-Stummfilme.

Wirklich aufgetaut sind die Zuschauer bei den reinen, mit der Handlung wenig zusammenhängenden Street-Dance-Szenen und beim Ausflug zu "Flashdance" und "Fame". Vor allem hier zeigt sich das Können einzelner Ensemblemitglieder in Sachen Break-Dance, Hip Hop und anderen Stilen, besonders kraftvoll, exakt und akzentreich tanzen Letitia Simpson und Fredrik Rydman.

Der Großteil des vielseitigen, zahlreiche Tanz- und Musik-Stile beinhaltenden Abends hat Power, die Aufführung wird vom Publikum mit Standing Ovations bedacht.

Theresa Steininger

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c.: Hakan Larsson/ BB Promotion



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