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Heroic SOVEREIGN, verführt. /ART and POLICY - female empowerment

mangiapia, 2011-04-04 01:15

Rund zwanzig Künstlerinnen tragen im WUK ihre Souveränität in Form von Kleidung am eigenen Körper. Wie das aussehen soll? Nunja, ein wenig stümperhaft...

Weshalb Burkas und unpraktikable Stehpinklerhosen bald zu langweilig werden um noch länger im Großen Saal zu verweilen.
Gut, dass es im Foyer Abhilfe von der Performance-Truppe „Club Mindfuck“ gibt.
Nach einem Beratungsgespräch mit der selbsternannten Puff-Mutter entschließen meine Begleitung und ich uns für den „Flotten Dreier“. Wir dürfen uns mit dieser Eintrittskarte jeweils drei Künstler aussuchen, die uns in drei abgetrennten Kabinen unter Ausschluss der Öffentlichkeit face-to-face bespaßen. 


Nach einem weiteren Beratungsgespräch mit zwei offenherzigen Damen und fluider Versorgung durch einen halbnackten Kellner habe ich aus dem Katalog schnell meine drei Opfer ausgewählt:



Kabine 6: Hinter einer offenbar nur von meiner Seite aus durchsichtigen Folie sitzt ein Typ mit Afro-Perücke und bittet mich ein zu diskutierendes Thema auszuwählen während hinter mir der Vorhang zugezogen wird. Ich lasse ihn entscheiden und so wird auf Englisch zehn Minuten über Dualism/Power gesprochen. (Anm.: Lustig, welche Ansichten diese Dauerstudenten haben...)



Kabine 1: Ein Kerl im Schlafanzug liegt depressiv in seinem Bett und hat nicht allzu viel zu erzählen. Also liest er erst einmal aus einem frivolen Buch und berichtet mir dann von seinen selbstzerstörerischen sexuellen Erfahrungen. Ein leicht unangenehmes Gefühl, so frontal vor einem Künstler zu sitzen und während der merkwürdigen Interaktion auditiv begutachtet zu werden. Ich gebe meinen unqualifizierten Hobbypsychologen-Senf dazu und verschwinde wieder....



Kabine 4: Eine in Klebestreifen eingehüllte Dame, will mir unter ständiger Selbstverbindung durch Tixo mit ihrer Kabine erläutern, dass alles eins sei. Wunderbar, denke ich mir, die werfe ich aus ihrem Konzept. Zumal philosophisch recht gefestigt, bringe ich jede ihrer Ausführungen zum Punkt und so bleibt ihr nichts anderes übrig als laut loszulachen, durch das Sprechloch zu sehen und sich normal mit mir zu unterhalten bis die Zeit abläuft.



Dank an „Club Mindfuck“ - Was für ein geniales, unterhaltsames Konzept! 
Geheimnisvoll inszeniert, kreativ gestaltet, frech inspiriert und obendrein gibt es Sensibilität für künstlerisches Schaffen und Exhibitionismus geschenkt. 
Ich freue mich auf ein Wiedersehen und die Erkundung aller sechs Kabinen.

mindfuck



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steininger, 20.04.2013, 12:55

Amüsieren im Teenie-Stlye
Ja, es gibt Musicals mit mehr Ohrwürmern und mehr Tiefgang als „Natürlich blond“ – wer in die Vorstellung im Ronacher geht und vorher den Hollywood-Teenie-Film gesehen oder davon gehört hat, der weiß, dass ihn keine hochtrabende Handlung erwartet.

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