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Gürtel Night Walk

mangiapia, 2010-08-30 16:53

Vom Urlaub auf den Gürtel – da könnte manch einer Böses vermuten.

Doch heute säumt nicht das zwielichtige Vergnügen den Stadtkern, sondern das Bar- und Bandfestival „Gürtel Night Walk“.

 

Als Gegenpol zu Rotlicht-Milieu und Pauschaltrinker-Szene erwartet die Besucher heute eine Partymeile in entspannter Atmosphäre. Entlang der U-Bahnlinie 6, zwischen den Stationen Burggasse und Alserstraße, stellen Bars wie das „Café Carina“,  das „Chelsea“ oder der „Weberknecht“ die Bühne für junge Talente aus dem alternativen Musiksegment bereit:
Elektronik und Indie-Pop/Rock treffen auf Alternative und Neo-Austropop.

Mein Abend beginnt  nach einem Abstecher im "Weberknecht" und dem überfüllten "Café Carina" vor dem "Chelsea". Hier liegt „Der Nino aus Wien“ in den letzten Klängen und macht bald Platz für die britophile Gitarren-Pop-Spaß-Band „FREUD“, die ein wenig so klingt, als hätte man den "Beatles" eine Rock-Alternative-Kur verpasst. Die Jungs mit dem britischen Akzent schrubben jedenfalls fleißig auf ihren Saiteninstrumenten und machen ordentlich Stimmung. Für den häuslichen Konsum ist das vielleicht eher weniger zu empfehlen, als Live-Band allerdings wirklich beeindruckend und wenn man dem vielversprechenden Gedränge vor dem "Chelsea" Glauben schenken kann, wird das sicher nicht der letzte Auftritt von  „FREUD“ sein.

Weiter geht’s zum "Loop", wo mir Kultband Band-Contest Gewinner 2010 „Georg Viktor Emmanuel“ ein weiteres Mal sein musikalisches und athletisches Talent beweist (Bühnensaltos inklusive!). Anschließend treten „Tyler“ ihr einstündiges Konzert an: Das Rock-Alternative Trio hat seinen Sound zwischen „Kings of Leon“ und „White Lies“ platziert und ist somit vielleicht nicht individuell genug für den großen Erfolg, fährt aber allemal unter die Haut und macht kribbelige Füße! Das Publikum hüpft hier nicht ständig wild herum,  genießt jedoch mindestens wippend die laue Sommernacht und die entspannte Stimmung...Musik zum Wohlfühlen also. Cheeseburger und Getränke gibt’s auch dazu.

Und so endet für mich ein gut gefüllter, qualitativ hochwertiger 13. „Gürtel Night Walk“ – ohne Gedränge, ohne Gewalt, dafür mit Gefühl und tollen Beats.

 

 gürtel

   © 3007wien

 



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