Gehsteigfestival meets fashion:mob
mangiapia, 2010-06-01 17:33
„Nimm einen Stuhl, geh raus und mach deine Stadt zum Wohnzimmer.“
So die
Botschaft der Veranstalter des zum zweiten Mal stattfindenden
Gehsteigfestivals.
Dem Ruf zum soziokulturellen Miteinander folgten am vergangenen Freitag zahlreiche
Menschen auf die Straßen und Trottoirs des vierten Wiener Gemeindebezirks –
genauer gesagt, in die Große Neugasse.
Hier hat die Modelagentur „Mother Agency“ ihren Sitz, vor
deren Haustür Wiens erster fashion:mob stattfand.
Die frei zugängliche Modenschau zeigte Kleider von Sandra Bamminger, der
Designerin hinter dem Label "House of Boing“, und stand einer Haute
Couture Show, zumindest theatralisch, in nichts nach.
Bei professionellen House-Beats amüsierte sich das bunt gemischte Publikum
ausgelassen, während die Gasse schließlich endgültig von einer Limousine
versperrt wurde. Die ersten Models betraten den asphaltierten Laufsteg filmreif
und auch Veranstalter Mario Soldo (Mother Agency) ließ es sich nicht nehmen,
mehrmals auf und ab zu flanieren (Anm.: Ein Model im falschen Körper).
Nebst dem skurrilen Modenschau-Macher fanden sich aber auch andere prominente
Gesichter ein: Djane Tamara Mascara und
(Ich-weiß-nicht-was-sie-eigentlich-kann-) Isabella Meus trugen die
diesjährige von OP Art, Viktor
Vasarely und Graffiti–Kunst inspirierte Kollektion des „House of Boing“ mit
Stolz zur Schau.
Selbst hinter den Kulissen engagierten sich einige angesehene Künstler, Stylisten
und Make-Up-Artists (Michael Stock, Ken Krüger) für das Projekt und
so ist es kaum verwunderlich, dass die Show, das Gehsteigfestival, die Party
und vor allem, die Rückeroberung des öffentlichen Raumes, als voller Erfolg
verbucht werden kann.
Eine witzige Idee, die es geschafft hat, verschiedene künstlerische Konzepte und Genres zu integrieren, massenmedial wirksam zu inszenieren und gleichzeitig einen simplen sozialen Benefit zu implizieren.
- Wenn das nicht genial ist, weiß ich auch nicht...
(c) fashion:mob / mother agency



