„Es bleibt in der Familie“ oder -Warum man das Interkulttheater nicht besuchen muss-
mangiapia, 2010-06-23 02:03
Ein Erzähler stellt sich vor das Publikum und beginnt, mit Unterstützung
peinlicher Stimmen aus dem Off, die Geschichte eines angeblich grandiosen
Theaterensembles zu erzählen.
Selbiges betritt alsbald die Bühne und definiert die Dimensionen schlechten
Schauspiels völlig neu (Anm.: Wohlgemerkt keine Handlung, sondern Realität.).
Die Hand voll Laien (Anm.: Abermals wohlgemerkt keine Handlung, sondern
Realität.) will weg vom klassischen, hin zum modernen Theater um sich vor dem
Ruin zu bewahren und macht sich daher auf die Suche nach frischem Wind.
Dafür muss natürlich ein verrückter schwuler Regisseur herhalten, der den abgedroschenen
Kassenschlager „Rocky Horror Show“ mit den alten Hasen inszeniert...
Der einzig talentierte Schauspieler steckt somit leider in einer völlig
überzeichneten aber zumindest lustigen Rolle und versucht den Rest der Truppe durch
das Stück zu tragen.
Das Unterfangen scheitert natürlich kläglich und so hat man wohl versucht das
mangelnde Talent der Truppe anderweitig zu kompensieren.
Ab jetzt lebt die Produktion nämlich von der Musik des Kultmusicals (Anm.:
Inklusive Gesang vom Band!) und saugt ihm vampirgleich den letzten Lebenssaft
aus den Adern.
Man hätte zum Wohle des Publikums auch gleich einen Beamer aufstellen und die DVD einlegen können!
Eine wirklich törichte, quasi talentfreie Produktion, die wahrlich keine
weitere Minute meiner Aufmerksamkeit verdient und so wird das Interkulttheater,
zur Freude meiner Begleitung, in der Pause verlassen.
Einziges Lob gilt den Getränkepreisen: Spitzer um € 1, 75 ist wirklich ungeschlagen... (Anm.: Den Grund dafür können Sie sich selbst ausmalen.)



