Susanne Bisovsky: FRIDA.
© Wolfgang Zajc, Peter Olschinsky/Verena Weiss
Die Kunsthalle Project Wall zeigt noch bis Jänner 2013 Mode von Susanne Bisovsky.
Üppig, floral, folkloristisch, exzentrisch. Regionale Trachten, übersetzt in zeitgenössische Stoffkunstwerke – die eigenwilligen Kreationen von Susanne Bisovsky erkennt man auf den ersten Blick. Die Wiener Modemacherin studierte bei Vivienne Westwood und bei Jean-Charles de Castelbajac und arbeitete mit Helmut Lang, ehe sie sich mit ihren eigenen Kollektionen einen Namen machte. Sie liebt den Stil des Biedermeiers und gilt als Wiederentdeckerin anderer Zeiten, Orte und Kulturen. Nicht umsonst lautet das Credo der Designerin: „Nichts ist unmoderner als der modische Höhepunkt einer Zeit“. Inspirieren lässt sie sich von einem, zusammen mit Joseph Gerger über die letzten 15 Jahre angelegten Archiv, das Berichte aus der Welt des Kleidertragens beinhaltet und von Kleidung wider die Pest, gekalkten Hüten, Flügelhauben oder ein Leben lang nicht gewaschenen Stücken erzählt. Susanne Bisovsky ist eine Meisterin des Rekombinierens und Zitierens. Auch mit ihrer neuen „Everlasting Collection“ erteilt die Designerin der Schnelllebigkeit unserer Zeit eine Absage und besinnt sich auf fast vergesse Materialien und aufwändige Textilverarbeitungstechniken. Präsentiert wird diese am 5. 9. im MQ.
Michalea Knapp









