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Kuckucks-Design

Kuckucks-Design


© Pieke Bergmans; Curro Claret

Im Kunstraum Niederösterreich wird ab 20. September eine besondere Industriedesign-Ausstellung gezeigt.

In Sevilla gibt es kaum Kinderspielplätze. Der Architeckt Santiago Cirugeda hat bei der Gemeinde um die Aufstellung von Baucontainern angesucht und diese zum Beispiel mit Kinderschaukeln ausgestattet. Diese werden bei der Ausstellung „Das Kuckuck Syndrom“ zu sehen sein, die sich dem Thema Industriedesign widmet. Bei diesem steht für Kurator Uli Marchsteiner weniger Funktionalität im Mittelpunkt, sondern „Markteffizienz und die Fähigkeit, neuen Konsumbedarf zu erzeugen“.

Wirtschaftswachstum um jeden Preis sorgte bereits in den frühen 1970-Jahren Unbehagen, so Marchsteiner. Es entstanden künstlerische Gegenbewegungen, von denen manche parasitär angelegt waren. Das heißt, die Designer haben ihre Eier in fremde Nester gelegt, wie dies ein Kuckuck zu tun pflegt. Es ging ihnen nicht mehr um den Verkauf eines Produkts, sondern um eine subversive Ausbreitung von kritischen Ideen. Viele dieser Projekte wurden mehr in Galerien und Kunstmagazinen gezeigt als in Produktkatalogen und Warenhäusern. Dennoch, so Marchsteiner, handelt es sich dabei „um manifest gewordene sozial-utopische Traumbilder, die mit wenig Aufwand vom Benutzer selbst gebaut und in Realität umgesetzt werden können.“ Die Ausstellung zeigt Installationen von zeitgenössischen Designern, die sich mit Möglichkeiten alternativer Produktionsformen auseinandersetzen. Oft mit sozialem Engagement: Curro Claret etwa hat eine Kirchenbank mit einem simplen Klappmechanismus entwickelt, die in eine Liegefläche für Obdachlose verwandelt werden kann.

Werner Schuster


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  • Kunstraum Niederösterreich "Das Kuckuck Syndrom
"
    
20. September bis 6. Oktober 2012

    1010 Wien, Herrengasse 13

    T: 01 9042111

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steininger, 20.04.2013, 12:55

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