"John" von Alex Katz.
© VBK, Wien, 2012 Fotonachweis: Courtesy Jablonka Galerie, Köln
Das Essl Musem zeigt ab 15. September Werke von Alex Katz.
Flach, cool, plakativ: Die Malerei des Alex Katz scheint seit Jahrzehnten im Wesentlichen diesen Charakteristika zu folgen. Der 1928 geborene New Yorker, Sohn eines Schauspielerpaares, entführt sein Publikum gerne in die Welt der Reichen, Schönen, Glamourösen – und idealisiert sie dennoch nicht unbedingt: Heiter bis wolkig erscheint die Gesellschaft der amerikanischen Oberschicht in seinen großformatigen Malereien, mit denen er sich in seinen Anfängen vom damals vorherrschenden abstrakten Expressionismus abgrenzte; bisweilen erscheinen die Gruppenbilder – Personen am Strand, auf Partys oder bei sonstigen Freizeitvergnügungen – auch von sanft melancholischer Stimmung überschattet.
Malerische Reize
Um eine gesellschaftspolitische Message geht es dem Künstler
dennoch sichtlich kaum, eher interessieren ihn die malerischen Reize: „Der
optische Eindruck eines Bildes ist für mich viel spannender als seine
Bedeutung, denn darin liegt sein Geheimnis, und dieses Geheimnis muss man
sehen“, bekannte er in einem Interview. Katz’ optische Eindrücke
präsentiert nun das Essl Museum – und legt einen Schwerpunkt sich auf seine
Gemälde, die in diesem Umfang in Österreich noch nie zu sehen waren. Wie in
einer Zeitschleife wird in der Schau – deren Exponate großteils aus der
Sammlung Essl stammen – ersichtlich, wie Katz heute wieder auf Motive aus den
1960er-Jahren Bezug nimmt: So wiederholen sich etwa Darstellungen von Tieren
ebenso wie solche von Blüten. Seine Gemälde, erklärte Katz einmal, hätten eben
einen „sehr weiten Weg“ hinter sich.
Nina Schedlmayer









