Das Technische Museum Wien widmet sich ab 29. September dem Phänomen Musik. Und der privaten Schallplattensammlung von Günther „Howdy“ Schifter.
Im österreichischen Radio gab’s früher einen ganz besonderen Geschichtsunterricht: „Bei den alliierten Luftangriffen auf Dresden starben zwischen 13. und 15. Februar 1945 fast 25.000 Menschen – und im Radio spielten die Amerikaner damals am liebsten Woody Herman and His Orchestra.“ Tüdel-tüdel-tüdel-öh!
Wenn Günther „Howdy“ Schifter den Hörern „Schellacks und Schellacks und Schellacks“ präsentierte, gab es vom „ersten Discjockey Österreichs“ auch immer klare Worte zum Thema Krieg und Faschismus. Die mehr als 20.000 Scheiben umfassende Schifter-Privatsammlung ging nach seinem Tod (2008) an die Österreichische Mediathek, das nationale Archiv für Töne und Videos. Dort feiert man heuer das 50-jährige Bestehen – unter anderem mit einer Sonderausstellung im Technischen Museum: Im Fokus stehen ab November die Schifter-Schellacks mit Hits von Fats Waller, Louis Armstrong oder Benny Goodman. Jazz und Swing der Zwanziger- bis Fünfzigerjahre.
Bereits ab 29. September 2010 bietet das Museum die Ausstellung „Macht Musik“, in der die Besucher im neu erbauten „Music Village“ mit interaktiven Installationen und Instrumenten zum Ausprobieren (auch in betreuten Workshops) musikalische Erfahrungen machen können.
Georg Biron









