Tschechische und slowakische Kunst stehen bis Ende Juni im Zentrum der Ausstellung "The Czecho-Slovak Pavilion" in der BROTKunsthalle.
Die Kunst unserer Nachbarn und ihre Bedeutung für die Beziehung der Tschechen und Slowaken will Galerist Ernst Hilger in seiner neuen Ausstellung in der BROTKunsthalle darstellen. „Gerade bei der Kunst zeigt sich, dass die Trennung dieser beiden Länder eine rein politische ist. Menschlich gesehen sind sich die beiden sehr nahe, in der Kunst befruchten sie sich gegenseitig. Auf der Biennale Venedig teilen sie sich einen Pavillon – das war der Anstoß für unseren eigenen Pavillon, wie wir die Schau nennen, - und diese Zusammengehörigkeit soll dieser auch aufzeigen“.
Mit Werken von jungen Künstlern wie Filip Cenek, Vaclav Stratil und Jan Pfeiffer präsentiert man in der von Lucie Drdová und Martin Mazanec kuratierten Schau neue Zugänge: „Ich habe selbst gelernt, dass tschechische und slowakische Kunst sehr konzeptionell und sehr überlegt ist, auch ein bisschen Witz hat", sagt Hilger. „Die Ausstellung soll neue Kunstimpulse bieten, sowohl für die Besucher als auch für mich – ich bin draufgekommen, dass ich bisher zu wenig für unsere direkten Nachbarn gemacht habe“. Er könne sich vorstellen, ein paar der jungen Künstler, die er nun in der BROTKunsthalle präsentiert, in Zukunft zu vertreten.
Ort mit Kunstenergie
Die BROTKunsthalle besteht nun seit Oktober in der ehemaligen Ankerbrotfabrik im 10. Bezirk, Hilger ortet großes Interesse, zur Eröffnung der tschechisch-slowakischen Ausstellung kamen 350 Besucher. „Hierher kommen Leute, die sich länger mit Kunst beschäftigen wollen, bei einem Galerierundgang in der Innenstadt bleiben die meisten doch nur fünf Minuten, hier nimmt man sich Zeit.“ Zudem sei das Grätzel rund um Hilgers Standplatz dabei, zum Kunstgrätzel zu werden, Galerien wie Westlicht seien interessiert daran, in der Nachbarschaft Dependancen aufzuschlagen: „Bald wird das ein Ort sein, der viel Kunstenergie hat“, sagt Hilger.
Theresa Steininger









