Schon lange ist in Österreich eine groß angelegte Ausstellung von Franz Graf überfällig. Zuletzt hatte man seine feinen Arbeiten stets in kleineren Präsentationen gesehen – etwa in der Galerie Georg Kargl oder im MAK.
Nun widmet die Kunsthalle Krems dem 1954 geborenen Künstler breiten Raum: Seine medienübergreifenden Arbeiten präsentiert die Ausstellung mit dem orthografisch und syntaktisch eigenwilligen Titel „Schwarz heute jetzt habe dass schon fast vergessen“. Grafs Werkspektrum umfasst zumeist in Schwarzweiß gehaltene Zeichnungen und Gemälde – häufig Porträts, Ornamente oder Schrift – ebenso wie Fotoarbeiten, Installationen oder Objekte.
Ein Teil der Ausstellung ist als Rückblick konzipiert – „mit Arbeiten, die Graf gleich aus dem Atelier verkauft hat und die daher noch nie öffentlich präsentiert waren, aber auch neuen, großformatigen Leinwänden“, so Kunsthallen-Leiter Hans-Peter Wipplinger. Der andere Teil entsteht in Kooperation mit dem Donaufestival: Graf baut in der zentralen Halle des Hauses eine Plattform für Sound-Sessions – für die er gleich selbst Sound- und Performancekünstler einlädt. Schon als Lehrender an der Akademie der bildenden Künste hat Graf auch Musiker in seine Klasse aufgenommen, denn, so sagt er in einem Interview, „eine Toninstallation ist ja auch eine Beschäftigung mit Raum“.
Von Nina Schedlmayer








